Waldfriedhof · Landsberg

BGF (m²): 1.500 m²

BRI (m³): 6.170,00 m³

Kosten (Eur/): 1.350.000,00 netto

Ausführungszeit: 2009 – 2010/11

 

 

Die Friedhofsgebäude aus den 60ger Jahren erschrecken häufig mit kalter, rationaler Atmosphäre, in deren Mittelpunkt die Organisation steht. Das Bewusstsein über diesen Umstand war der Anlass zur Neugestaltung der Anlage. Es wurden Räume geschaffen, die es den Betroffenen ermöglicht „ganz persönlich zu trauern“.

Die Funktionsabläufe überschneiden sich nicht mehr mit den Wegen der Trauernden.

Die Aufbahrung wird durch Raumteiler von Blicken geschützt. Licht und die Einbeziehung der Natur als meditativer Ansatz.

Die große Aussegnungshalle als Ort der Stille und des Gedenkens wird neu interpretiert. Die hohe Giebelwand wird aufgebrochen. Der bisher geschlossene, hallige Raum öffnet sich gegen das Licht in die Natur – als Sinnbild.

Die Betonkonstruktion erhält eine Holzverkleidung mit schlanken Holzstäben. Sphärisches Licht scheint den Raum zu bestimmen.

Der lange Gang von der Aufbahrung über die Verabschiedung bis hin zum Grab wird fließend definiert. Verstorbener und Trauernder stehen nun im Mittelpunkt dieses Ablaufes – des letzten gemeinsamen Weges.

 

Bilder © Dagmar Flex