Klosterareal Weyarn

Das Kloster Weyarn hat in der Säkularisation wesentliche Bauteile der ursprünglichen Klosterordnung verloren. Die alte Brauerei war dem Abbruch preisgegeben. Die Wiederherstellung des Klosterareals mit der zeitgemäßen Interpretation der früher vorhandenen Prälatur und dem sensibel sanierten, denkmalgeschützten Gebäude der Alten Brauerei schaffen ein neues Klosterquartier.

In der Alten Brauerei wurde – angelehnt an die Tragkonstruktion des vorhandenen Stadels mit dem beeindruckenden Kreuzrippengewölbe – eine besondere Art der Grundrissgestaltung gewählt. Individuell wurden die hier entstandenen Wohnungen mit „eingestellten Boxen“ geplant, die den Blick auf das Deckengewölbe zulassen.

Der sich hier befindliche alte Klosterladen wurde neu definiert. Es entstand ein kleines stilvolles Café mit Bioprodukten, das von Anwohner und Besuchern gleichermaßen als attraktive Bereicherung verstanden wird. Der Gemeinde wie auch den Anwohner wurde ein Veranstaltungsraum eingerichtet, der für öffentliche und private Nutzungen zur Verfügung steht.

Der Wiederaufbau der Prälatur mit zwei asymmetrisch ausformulierten Gebäuden bildet einen neuen Hof, den sogenannten Rosengarten. Die darunterliegende großzügige Tiefgarage macht es möglich, das gesamte Areal autofrei zu erreichen. Die durchgesteckten Wohnungen sind Richtung Kloster mit Loggien und Richtung Rosengarten mit weit auskragenden Balkonen versehen.

Die positive Resonanz des Bauvorhabens ist nicht zuletzt darin erkennbar, dass nahezu das gesamte Klosterareal nun von Bürger Weyarns oder der Umgebung bewohnt wird.

 

Bilder © Dagmar Flex